Ein neues Gesetz macht Gamern weltweit das Leben schwer. Spiele aus Amerika kommen nun viel später nach Europa.

      Ein neues Gesetz macht Gamern weltweit das Leben schwer. Spiele aus Amerika kommen nun viel später nach Europa.

      Ein neues Gesetz macht Gamern weltweit das Leben schwer. Spiele aus Amerika kommen nun viel später nach Europa. Dank der Globalisierung ist alles immer nur einen kleinen Schritt von uns entfernt. Wenn ein Spiel in Japan, Amerika oder Korea veröffentlicht wird, dann dauert es im Regelfall nur wenige Tage, bis es auch bei uns auf den Markt kommt – oft geschieht das sogar gleichzeitig. Damit dürfte nun vorläufig Schluss sein, denn ein Gesetz aus Amerika schiebt dort nun einen Riegel vor. Gestern, am 31.03.2017, hat der amerikanische Präsident Donald Trump ein neues Dekret unterschrieben, das auch auf die Gamingkultur in Europa große Auswirkungen haben wird. Per Gesetz darf der weitgefasste Begriff der „technologischen Errungenschaften“ nach der Entwicklung und Veröffentlichung in Amerika erst mit 6 Monaten Verzögerung beim Rest der Welt in den Handel übergehen. Was im Kern für Waffen-, Automobil- und Industrietechnik gedacht war, erweist sich durch die Formulierung des Dekrets aber auch als Einschnitt für alle Fans von Videospielen. Für Gamer heißt das im Klartext: Amerikanische Spiele erscheinen in Europa frühestens 6 Monate (180 Tage), nachdem der Release in den USA stattgefunden hat. In einer Pressekonferenz nach der Unterzeichnung des Dekrets, äußerte sich Trump selbst zu dieser Anordnung: „Amerika ist ein Vorreiter in Technik und der Entwicklung von Software. Keiner versteht die Entwicklung von Software und Technik so gut wie ich. Es ist eine Schande, dass wir Software und Technik so schnell an andere Länder weitergeben. Wirklich schlimm! Das neue Dekret wird dafür sorgen, dass neue Software und Technik bei den guten Menschen bleibt, für die sie gedacht und gemacht ist: Amerikanern.“ Electronic Arts LogoVon Electronic Arts gab es derweil bereits eine Reaktion, um die Kunden in Europa zu beruhigen. „Auch wenn viele unserer Fans enttäuscht sind, dass Spiele nun verspätet erscheinen werden, möchten wir ausdrücklich die positiven Aspekte dieses Gesetzes betonen. Unsere europäischen Kunden kommen zwar später mit unseren Produkten in Kontakt, erhalten dann aber eine bereits deutlich verbesserte Version. Betrachtet die Verspätung als einen verlängerten Betatest, an dem Ihr leider nicht teilnehmen könnt, aber von allen Vorteilen dieser Phase profitiert!“ Wenn man einen Blick auf die Spiele-Releases der letzten Jahre wirft, behält man damit wohl recht. Gerade in den ersten Monaten werden Spiele oft mit Patches verbessert, um die gröbsten Schnitzer im Design auszugleichen. Hearthstone Journey to UngoroBlizzard hat bereits angekündigt, die Veröffentlichungstermine ihrer Spiele in den kommenden Tagen anzupassen. Die neuste Hearthstone-Erweiterung „Reise nach Un’goro“ erscheint dann wohl erst im Oktober – es ist eben eine besonders lange Reise. Auf Twitter löste der „Federal Act of Knowledge Export“ (F.a-KE-Pact) weltweit einen Shitstorm aus, der noch immer anhält. Trump trat dem entgegen und verkündete, dass „America first“ bedeute, dass das amerikanische Volk auch in der Unterhaltung Vorrang genieße. Darüber hinaus wolle man das Kopieren und Fälschen von Software weiter eindämmen, indem Produkte das eigene Land nicht verlassen. „Es gibt da draußen viele böse Männer und Frauen. Die wollen böse Dinge tun. Sie kopieren unsere Arbeit, die gute Arbeit von hart arbeitenden Männern und Frauen. Und fälschen sie. Krank ist das!“ Damit dürfte es in Europa ein sehr lauer Gaming-Sommer werden – ohne amerikanische Neuerscheinungen.